Dübel hält nicht – 6 Tipps, was sie jetzt tun können

Tipps & Tricks, wenn der Dübel nicht hält.

Wer kennt das nicht, sie bohren ein Loch in die Wand, um ein Bild oder Spiegel zu befestigen und beim Eindrehen der Schraube stellen Sie fest, der zuvor eingeschlagene Dübel hält nicht.
Die Schraube dreht den Dübel mit und an eine zuverlässige Befestigung ist nicht mehr zu denken!

Gründe hierfür kann es viele geben. Neben einem nicht zum Material passenden Dübel, spielen unter Umständen auch noch die Auswahl des Bohrers, sowie der Bohrmaschine eine nicht zu unterschätzende Rolle. Prüfen Sie daher im Vorfeld, ob Bohrer und Bohrfutter rund laufen. Blicken Sie dafür von oben auf die Bohrmaschine und lassen Sie diese laufen. Bewegt sich der Bohrer oval und bleibt nicht zentriert, so tauschen Sie den Bohrer* aus. Das zu bohrende Loch würde nicht nur unsauber, sondern auch größer als gewollt. Somit entwickelt der Dübel kann der Dübel nicht mehr seinen Vollen halt entfalten und dreht unter Umständen durch.

Der Bohrstaub gibt aufschluss über das Material:


Das wissen, über das Material hilft Ihnen enorm bei der Auswahl des richtigen Dübels. Nicht ohne Grund sind Hersteller stets damit beschäftigt, für unterschiedliche Materialien einen immer besser passenden Dübel zu entwickeln. Die Eier legende Wollmilchsau gibt es leider auch bei Dübeln nicht.

Achten Sie beim Bohren auf den austretenden Bohrstaub! Je nach Farbe lassen sich somit Rückschlüsse auf, dass Material ziehen.

Rötlicher Bohrstaub: Das wohl am häufigsten zu findende Wandmaterial sind Ziegelsteine (Hohlziegel). Diese lassen sich mit einer Schlagbohrmaschine in Verbindung mit einem Steinbohrer problemlos Bohren. Als Dübel ist ein Universaldübel meist völlig ausreichend.

Grauer Bohrstaub: Eine gräuliche Färbung des Bohrstaubs lässt meist auf Beton schließen. Hierbei eignet sich ein Bohrhammer in verbindung mit einem passenden SDS Plus Bohrer am besten. Als Dübel reicht auch hier ein Universaldübel in den meisten Fällen aus.

Weißes (grobkörniges) Bohrmehl: Auf weißes, körniges und leicht schmieriges Bohrmehl trifft man meist bei Bohrungen in Porenbeton. Eine Schlagbohrmaschine ist völlig ausreichend für diese Art von Material. Achten Sie während des gesamten Bohrvorgangs auf eine gleichbleibende Haltung der Bohrmaschine. Bei Porenbeton neigt der Bohrer zum Verlaufen, was das Bohrloch größer als gewollt werden lässt. Als Dübel sind spezielle Porenbetondübel oder sogenannte Langschaftdübel zu verwenden. Universaldübel finden hier meist wenig halt.

Weißes (feines) Bohrmehl: Meist ein Indiz, für Gipskartonplatten. Diese werden häufig als Trockenbauwände oder für abgehängte Decken verwendet. Hinter diesen Platten befindet sich meist ein Hohlraum, was dazu führt, dass ein normaler Dübel unmöglich richtig halt finden kann. Klappdübel oder auch Hohlraumdübel genannt sind hier das Mittel der Wahl. Bohren lässt sich dieses Material selbst mit einem Akkuschrauber problemlos.

Dübel hält nicht? – 6 Tipps was Sie tun können, wenn der Dübel nicht hält


Dübel hält nicht – Tipp Nummer 1: Bohren Sie das Loch eine Nummer größer!

Ist das Loch wegen den oben genannten Gründen ungewollt zu groß geworden, könnte es eine Möglichkeit sein, den nächst größeren Bohrer und Dübel zu verwenden. Achten Sie hierbei auch auf die passende Schraube! Ist diese zu dünn, hält auch der neue Dübel nicht.

Dübel hält nicht – Tipp Nummer 2: Verwenden Sie eine dickere Schraube!

Immer wieder werden unpassende Schrauben verwendet. Aufgrund des falschen Verhältnisses von Schraubendurchmesser zu Dübel entwickelt dieser eine zu geringe Spreizung und verliert somit den größten Teil seiner Tragkraft.

Als grobe Faustregel gilt: Dübeldurchmesser -1/2mm = Minimaler/ Maximaler Schraubendurchmesser

  • 6 mm Durchmesser = 6er Dübel = 4-5 mm Schrauben
  • 8 mm Durchmesser = 8er Dübel = 6-7 mm Schrauben
  • 10 mm Durchmesser = 10er Dübel= 8-9 mm Schrauben

Dübel hält nicht – Tipp Nummer 3: Dübel hält nicht? Schraube zu kurz!

Eine Schraube sollte immer länger als die Länge des verwendeten Dübels sein. Nur wenn der Dübel auf der vollen Länge von der Schraube durchbohrt wird, kann dieser seinen vollen Halt entfalten. Als Faustregel gilt, eine etwa 1cm längere Schraube als die Länge des Dübels zu verwenden.

Bedenken sollte man, befestigt man beispielsweise ein Brett von 1 cm Dicke an einer Wand mit einem 2 cm lange Dübel, so sollte nach der Faustregel (+1 cm) eine Schraube von mindestens 4 cm Länge verwendet werden!

Dübel hält nicht – Tipp Nummer 4: Bohrloch mit Mörtel füllen!

Zugegeben, diese Methode dauert etwas länger, dafür sitzt der Dübel im Endeffekt fest in der Wand. Füllen Sie das zuvor gebohrte Loch mit Mörtel, stecken Sie den passenden Dübel in das Bohrloch und drehen Sie die Schraube ein. Nach dem Aushärten des Mörtels sollte die Schraube bombenfest in der Wand fixiert sein.

Dübel hält nicht – Tipp Nummer 5: Den Dübel richtig kürzen!

Jeder kennt es, das gebohrte Loch ist nicht tief genug und konnte aufgrund von Leitungen oder Armierungseisen nicht tiefer gebohrt werden. Nun wird der Dübel vorne und hinten so weit gekürzt, bis er in das Loch passt. Dieses Vorgehen sorgt unweigerlich für ein durchdrehenden Dübel.

Wenn ein Dübel gekürzt werden muss, so sollte dieser, falls nicht anders vom Hersteller angegeben, immer an der aus der Wand austretenden Seite gekürzt werden. Bedenken Sie, dass durch das Kürzen des Dübels auch die Traglast deutlich abnimmt.

Dübel hält nicht – Tipp Nummer 6: Den richtigen Dübel verwenden!

Unterschiedliche Dübel, für unterschiedliche Materialien
Nicht jeder Dübel passt für jedes Material. © djama – stock.adobe.com

Unterschiedliche Materialien benötigen auch unterschiedliche Dübel. Ein Universaldübel wird in einer Rigipswand kaum halt finden, genauso wie ein Rigipsdübel nicht in eine Betonwand geschraubt werden kann. Achten Sie daher auf eine, zu ihrer Wand oder Decke passende Dübervariante.

Eine kleine Übersicht finden Sie in folgendem Artikel.

 

 

Häufige Fehler, wenn der Dübel nicht hält:


Als Zusatz zu den oben genannten Tipps hier eine stetig erweiterte Liste häufig gemachter Fehler bei der Verwendung von Dübel.

Dübel hält nicht – Fehler Nummer 1: Die falsche Schraube

Nicht immer sind die Länge oder auch die dicke der Schraube verkehrt. Auch sogenannte „Selbstschneidende Schrauben“, also Schrauben, die anstelle einer Spitze einen kleinen Bohrer haben. Mit diesem „Bohrer“ lassen sich die Schrauben hervorragend in dünne Metallbleche schrauben, ohne vorbohren zu müssen.

Verwendet man diese jedoch in Verbindung mit einem Dübel, so zerstört die Schneide der Schraube den Dübel.

Dübel hält nicht – Fehler Nummer 2: Dübel dreht sich mit

Immer wieder kommt es vor, dass obwohl Schraube und Dübel perfekt zueinander passen, sich der Dübel dennoch mit dreht und keinen Halt findet.

Meist ist dies bei porösem Untergrund der Fall.

Gerade bei weichem/ porösem Untergrund kann es leicht passieren, dass das Loch größer als gewollt wird. Versuchen Sie daher als Erstes eine Nummer kleiner zu bohren. Passt der Dübel dann auch mit Nachdruck nicht in das Loch, so können Sie immer noch den größeren Bohrer zur Hand nehmen.

Hilft all das nicht, so drücken Sie etwas Spachtelmasse in das gebohrte Loch und setzen Sie danach den Dübel ein. Achten Sie darauf, dass nicht zu viel Spachtelmasse in das Dübel innere gelangt.

 

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